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UFC 2009 Undisputed: Review
Anders als in klassischen Kampfspielen existiert in UFC Undisputed 2009 keine Power-Anzeige, die eure Lebens- oder Kampfenergie zeigt. Die Begründung ist einfach und für jeden, der einen UFC-Kampf schon einmal gesehen hat, auch leicht nachzuvollziehen. Denn schon das Handbuch erklärt: In der UFC kannst du jederzeit K.o. gehen. Völlig korrekt. Während des Tests hatten wir Fights, die über die volle Distanz gingen, andernorts wurden wir nach einem gut gezielten Headkick bereits nach 17 Sekunden ausgeknockt. Die Kämpfe im Spiel sind also extrem unvorhersehbar, wodurch Frust und Euphorie sich die Klinke in die Hand geben.
Die Steuerung des Spiels ist eine Wissenschaft für sich. Je nachdem, ob sich die Kämpfer aufrecht gegenüberstehen oder im Klinch am Boden liegen, lösen die Tasten andere Manöver aus. Für den grundsätzlichen Fight im Stehen bieten die vier Facebuttons in Verbindung mit der linken Schultertaste Variationen von stärkeren und schwächeren Kicks oder Tritten. Die rechte Schultertaste und der rechte Trigger dienen zur Verteidigung von Ober- oder Unterkörper und der rechte Stick sorgt für den Ansatz von Griffen sowie Würfen. Der Bodenkampf wiederum spielt sich gänzlich anders und bedarf einer geübten Kontrolle des rechten Sticks, der dafür sorgt, sich aus den Ringermanövern des Gegners zu befreien oder eigene Griffe anzusetzen. Um die Steuerung zu perfektionieren, gibt es die Möglichkeit für Übungskämpfe und ein extrem umfassendes Tutorial, gegen das sogar das umfangreiche Handbuch abstinkt. Wer sich blindlings in den ersten Kampf stürzt, kassiert eine garantierte Niederlage.
Karriere und historische KämpfeNeben dem Schaukampfmodus, in dem ihr wahllos Einzelkämpfe oder Titelmatches gegen den beachtlich kämpfenden Computer oder einen menschlichen Gegner bestreiten könnt, erwartet euch ein umfassender Karrieremodus, in dem ihr euch mit eurem selbst erstellen Kämpfer bis an die Spitze eurer Gewichtsklasse kämpft. Es handelt sich effektiv um einen Endlosspielmodus. Das wird dadurch begünstigt, dass euer Alter Ego nicht altert. Ihr nehmt Sponsorenverträge an, veranstaltet Autogrammstunden, dreht Trainingsvideos, setzt Sparring-Runden an und nehmt an angesetzten Events teil, die euch in der Rangliste einem Titelkampf näherbringen. Zwischen angesetzten Kämpfen klickt ihr euch durch den E-Mail-Eingang sowie den Kalender und verteilt Fähigkeitenpunkte. Habt ihr den Titel errungen, geht das Spiel munter weiter, denn ein echter Champion verteidigt seinen Gürtel natürlich auch regelmässig. Zwar bietet der Karrieremodus eine gewisse Langzeitmotivation, das liegt aber eher an den spannenden Kämpfen an sich als am Drumherum. Da es keine echte Story oder Zwischensequenzen gibt, habt ihr schnell alles gesehen.
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