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Need for Speed - Undercover: Review

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Von anspruchslos zu anspruchsvoll

Im ersten der vier Stadtviertel werden viele von euch vermutlich skeptisch nach einer Möglichkeit suchen, den Schwierigkeitsgrad anzupassen. Spart euch die Mühe, es gibt keine. Die Rennen sind zu Beginn so anspruchslos, dass ihr droht, das Mitbewerberfeld zu überrunden. Doch lasst euch davon nicht täuschen, denn spätestens ab dem zweiten Abschnitt werden die Rennen deutlich anspruchsvoller. Mit ein Grund hierfür sind die sündhaft teuren Tuning-Upgrades, die in bis zu fünf Stufen angeboten werden. Für die zweite Stufe benötigt ihr bereits einen fünfstelligen Geldbetrag. Und Geld alleine reicht sowieso nicht, werden bessere Wagenmodelle von Audi, Lotus, Lamborghini, Nissan und Co. sowie Tuning-Pakete doch erst im späteren Spielverlauf freigeschaltet.

Trotzdem heisst es relativ früh, das eigene Konto zu füllen. Und in dieser Hinsicht fehlt es zumindest nicht an Möglichkeiten. Mehr als sieben Rennvarianten stehen zur Verfügung und von jeder sind meist mehrere aktuelle Events über die Stadtkarte verteilt. Preisgelder verdient ihr euch am ehesten mit klassischen Runden- und Sprintrennen, aber auch mit ausgefalleneren Modi. So gilt es bei Highway- und Outrun-Rennen etwa, 300 Meter beziehungsweise 60 Sekunden oder länger in Führung zu gehen. Die Schwierigkeit dabei ist der normale Strassenverkehr zur Rush Hour auf engen Autobahnen. PKW und LKW drängen sich eng aneinander, da ist es wahrlich eine Präzisionsarbeit, sich mit 250 km/h oder schneller vorbeizudrängeln. Zum Glück hat es wieder die Speedbreaker-Funktion ins Spiel geschafft, mit der ihr für kurze Zeit in einen Zeitlupenmodus umschalten könnt, um knappe Manöver zu meistern.

Meist sind die Kontrahenten also gar nicht das Problem, sondern vielmehr die Umgebung samt Berufsverkehr. Das ändert sich aber spätestens in den so genannten Master-Events, die mit besonders grosszügigen Preisgeldern locken. Dann gilt es etwa, unter Zeitdruck ein Paket abzuholen und abzuliefern oder einem sehr starken KI-Teilnehmerfeld davonzufahren. Wer hierbei nicht über eine gute, vorausschauende Streckenkenntnis und einen Wagen mit ordentlich Power verfügt, sollte diese Profiereignisse lieber erst mal links liegen lassen. Vor allem in Sprint- und Rundenrennen fährt euch die Gegner-KI sonst gnadenlos unter Ausnutzung sämtlicher Streckenabkürzungen davon. Nicht selten kann es auch zu extrem knappen Ergebnissen kommen, bei denen ihr vielleicht mit einer Zehntelsekunde Unterschied den Kürzeren zieht.

Verliert ihr ein Rennen, könnt ihr es jederzeit wieder von vorne beginnen. Profis wenden sich spätestens jetzt wohl angewidert ab, doch dürften sich Einsteiger über diese überschwengliche Fairness freuen. Immerhin lohnt es sich auch abseits der Preisgelder, ein Rennen zu gewinnen. Schlagt ihr eine vorgegebene Dominanzzeit, verbessert sich eine von zahlreichen Kategorien eures Fahrerkönnens. Dann könnt ihr unabhängig vom Wagenmodell etwa besser bremsen, schneller fahren oder genauer steuern. Neben dem Tuning ein Aspekt, der die Langzeitmotivation deutlich erhöht.

Zerstörungswut

Seltsamerweise sind die Bossduelle im Vergleich zu den Master-Events eher anspruchslos, hier hätte sich doch die volle KI-Stärke angeboten. So ist es dann auch relativ simpel, die Anführerkarren bei klassischen Rennen zu übertrumpfen oder sie schrottreif zu rammen. Letzteres hat immerhin einen hohen Unterhaltungsfaktor, zieht ihr doch eine Spur der Verwüstung durch die Stadt. Schön, dass Bushaltestellen, Verkehrsschilder, Zäune und andere Objekte wieder zerstörbar sind und sich nicht wie unnatürliche Betonwände verhalten. So genannte Verfolgungsstopper sind auch wieder mit von der Partie, also Stellen mit Warnschildern, die beim Durchfahren Brücken zum Einsturz bringen, Lawinen auslösen oder eine Ansammlung grosser Rohrleitungen auf die Strasse rollen lassen.

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Daniel Boll am 04 Dez 2008 @ 00:37
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