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NHL 09: Review
Abseits der Be-a-Pro-Option stehen euch natürlich auch bewährte Spielmodi wie der wieder einmal unglaublich umfangreiche Dynasty-Modus zur Verfügung, in welchem ihr gleichzeitig Geschäftsführer, Trainer, Scout und Manager eures gewählten Teams seid. Weiterhin warten noch Turniere, Freundschaftsspiele, Online-Matches und eine normale Saison ohne Draft- oder Trade-Aktivitäten auf euch. Als Zusatzgimmicks bekommt ihr noch eine Shoot-out-Option spendiert, bei der ihr im Penalty-Schiessen euer Deke-Können unter Beweis stellt, und eine für Neulinge besonders interessante Trainingsmöglichkeit samt integriertem Tutorialteil.
Gleichgeblieben sind die vielfältigen Einstellungsoptionen für einen individuellen Spielablauf. Abprallverhalten des Pucks, die Schnelligkeit des Spiels oder die Häufigkeit, mit der Pässe abgefangen werden können, seien nur stellvertretend für die Masse an Optionen genannt. Freaks aus den Online-Ligen basteln bereits fleissig an den perfekten KI-Einstellungen, um möglichst realistischen Eishockeysport erleben zu können. Auffällig sind nur wenige Änderungen beim Gameplay. Die verschiedenen Schwierigkeitsgrade sind ähnlich gewichtet wie in den Vorjahren.
Hier will jeder harte Check gut durchdacht und vor allem auch präzise gespielt sein. Der spielerische Anspruch gewinnt deutlich an Tiefe, der Weg zur realistischen Simulation wurde zumindest in diesem Teil des Gameplays eindeutig wieder beschritten.
Dazu trägt auch diesmal wieder die Option der Spielzüge bei, die ihr selbst erstellen könnt. Hiermit könnt ihr die Strategien eures Teams anpassen, um euren Gegner zu überraschen. Die Spielzugerstellung zeichnet dabei vorgegebene Laufwege auf und verbindet diese dann zu zusammenhängenden Spielzügen. Diese lassen sich alsdann im Spielgeschehen abrufen und einsetzen, ein Druck auf den A-Button genügt. Eine Möglichkeit, die vor allem Online-Spielern die Gelegenheit gibt, gänzlich eigene Kreationen für die Taktik auszuprobieren.
Im spielerischen Bereich gibt es zunächst etwas zu kritisieren, So manche Situation wirkt wie ein Powerplay, obwohl auf beiden Seiten noch fünf Spieler auf dem Eis stehen. Wie kommt das? Die gegnerische KI agiert im eigenen Drittel sehr solide, stellt die Räume zu und attackiert einsame Spieler in Puckbesitz auch resolut. Doch seid ihr erst mal mit der kompletten Reihe im Drittel, legt die KI mehr Augenmerk auf die Verteidigung des Raumes, steht zumeist in Diamantformation in der Verteidigung. Da könnt ihr in aller Seelenruhe kombinieren. So lange, bis sich eine günstige Gelegenheit zum Schuss ergibt. Vermutlich wollte EA Sports die Check-Orgien damit eindämmen, doch so ist das Geschehen auf der Eisfläche dann stellenweise doch etwas zu körperlos geraten.
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