TNA Impact! Wrestling: Review
Viel Lärm um fast nichtsFernab vom Storymodus wollen euch die Entwickler vorgaukeln, dass euch im Einzelmatch-Modus neun verschiedene Matcharten zur Verfügung stehen. Tatsächlich beinhaltet TNA Impact aber bestenfalls fünf unterschiedliche Matcharten. Neben dem klassischen Standard-Match, das ihr zu zweit, du dritt oder zu viert bestreiten könnt, gibt es das Gleiche noch mal als Falls-Count-Anywhere-Match, bei dem ihr eure Gegner überall in der Halle pinnen dürft. Weiterhin erwartet euch ein 1-vs.-2-Handicap-Match, ein Submission-Match, das nur durch Aufgabe gewonnen werden kann, und die wohl aufwändigste Matchart im Spiel, das Ultimate-X-Match. In dieser Matchart müsst ihr ein mehrere Meter über dem Ring gespanntes Seilkreuz erklimmen, um das in der Mitte hängende X zu erreichen, wodurch ihr als Sieger aus dem Ring geht. Im Multiplayer-Modus dürfen bis zu vier Spieler an einer Konsole antreten, via Xbox Live dürft ihr nur zu zweit wrestlen, warum auch immer.
Das ist für eine Liga wie die TNA, die durch spektakuläre Hardcore-Matches und innovative Matcharten wie Lethal Lockdown oder King of the Mountain glänzt, eine vergleichsweise dünne Ausbeute und dürfte einige Fans sehr enttäuschen. Schade ist auch, dass als Schlagwaffe im Spiel lediglich der klassische Klappstuhl zur Verfügung steht. Keine Baseballschläger, keine Kanthölzer, keine Titelgürtel, keine Tische, keine Leitern. und das, obwohl echte Hardcore-Spezialisten wie Team 3D und Abyss im Spiel enthalten sind. Es gibt nicht einmal die Möglichkeit, die zahlreichen TNA-Championtitel im Spiel auszufechten. Einen Titelgürtel werdet ihr im gesamten Spiel nicht zu Gesicht bekommen - mit Ausnahme von ein, zwei Cutscenes.
Grundsolide KloppereiKommen wir zum grundlegenden Spielprinzip innerhalb des TNA-Rings. Die Steuerung ist arg gewöhnungsbedürftig, da die Tastenbelegung komplett anders ist als in den Spielen der WWE. Jeder der vier Face-Buttons steht entweder für Schläge, Tritte, Aktionen oder Griffe/Würfe. Durch einen Druck auf die rechte Schultertaste könnt ihr nahezu jeden Angriff kontern, wenn das Timing stimmt. Ein Druck auf die linke Schultertaste wiederum ermöglicht euch in Kombination mit den Aktionstasten alternative Attacken. Durch verschiedene Angriffe füllt ihr die Impact-Leiste im HUD am oberen Bildrand. Ist sie gefüllt, beginnt diese Anzeige zu brennen und für rund 20 Sekunden steht euch dann der Finishing-Move eures Wrestlers zur Verfügung, den ihr in einem Front Lockup durch die Aktionstaste auslöst. Werdet ihr gepinnt, müsst ihr einen der Analogsticks schnell nach links und rechts hämmern, um die eingeblendete Leiste zu füllen, bevor der lediglich akustisch anwesende Ringrichter bis drei gezählt hat. Die ersten Kämpfe mit dieser völlig neuen Steuerung haben wir im Test souverän verloren. Erst nach ein bis zwei Stunden Einarbeitung haben wir uns ganz ordentlich im Ring behaupten können und dann macht die Steuerung und das sehr schnelle und arcadelastige Gameplay richtig Spass. Ausserdem haben die Entwickler euch die Möglichkeit eingebaut, das Spiel jederzeit zu pausieren und im Menü jede einzelne Tastenkombination nachzuschauen.
Im Übrigen bietet euch TNA Impact viele freispielbare Goodies und Extras. Das macht ihr mit Hilfe der Style-Punkte, die ihr für jede gelungene Aktion im Match gutgeschrieben bekommt. Dabei macht das Spiel keinen Unterschied, ob ihr die Stylepunkte während Kämpfen im Story-Modus oder normalen Exhibition-Matches ergattert. Erreicht ihr bestimmte Punktezahlen, schaltet ihr nach und nach neue Manöver und Finisher für euren erstellten Wrestler, neue Arenen, versteckte Charaktere oder neue TNA-Stars frei, von denen zu Beginn des Spiels nur rund ein Drittel spielbar ist. Da manche Punktegrenzen arg hoch gesetzt sind, müsst ihr eine Menge Kämpfe im Ring absolvieren, um wirklich alles frei zu spielen.
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