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Herr der Ringe - Die Eroberung: Review

  Personal Computer Playstation 3 XBOX 360 


Habt ihr die Solokampagnen rasch nach wenigen Stunden hinter euch gebracht und seid einige dutzend Tode dabei gestorben, weil euch die KI-Kollegen viel zu häufig im Stich lassen, probiert ihr euch am Herzstück des Spiels aus. Doch die Enttäuschung ist rasch gross, wenn man bemerkt, dass sich hier nur jeweils acht menschliche Kämpfer pro Seite gegenüberstehen. Im Gegensatz zu Battlefront, wo man mit 32 Spielern auf einem Server unterwegs war, bietet das Spiel lediglich der Hälfte nun Platz. Das wäre noch verschmerzlich, wenn die Karten eng und unübersichtlich wären. Doch wie auch in den Filmen, denen die Umgebungen gut nachempfunden wurden, sind die Schlachtfelder gross geraten. Und da ist es schon sehr lächerlich, wenn man auf Helm's Klamm mit vier Bogenschützen, einem Magier, zwei Kämpfern und einem Schurken auf das Eintreffen der gewaltigen, aus acht Mann bestehenden Armee des Bösen wartet.

So haltet oder erobert ihr bestimmte Zonen, bis eine Anzahl von Punkten erreicht ist. Das strategische Vorgehen ähnelt dabei dem grossen Vorbild Battlefront frappierend, ohne allerdings dessen Tiefgang und Abwechslungsreichtum zu erreichen. Das liegt auch an den Eigenschaften der vier Klassen. Magier beispielsweise taugen als Nahkämpfer nichts, sind aber mit ihren magischen Fähigkeiten gern gesehen Gäste im eigenen Team. So schützen sie eine Gruppe vor Feindbeschuss, errichten lodernde Flammenwände oder walzen ganze Grüppchen per Schockwelle nieder. Das kennt ihr in der Form zwar nicht aus Film oder Buch, es schindet aber durchaus Eindruck.

Kämpfer und Schurken sind da schon eher an der Front zu gebrauchen, vertragen sie doch etwas mehr Schaden. Mit Kombinationen taugen sie auch im Kampf gegen Gruppen, vorausgesetzt sie haben zuvor genug Energie sammeln können. Wurfaxt oder Granate dienen als zusätzliche Fernkampfwaffen, sind aber auf den Konsolen oft unnütz, da das Zielen viel zu lange dauert. Die Fähigkeit des Spähers, sich unsichtbar zu machen für einen hinterhältigen Angriff, ist speziell im Capture-the-Flag-Modus lohnenswert. Die verbleibende Klasse der Bogenschützen spielt sich meist sehr langweilig. Pfeile abzufeuern macht eine Zeitlang Freude, doch fallen die Jungs sehr schnell, sind sie einmal von einem Nahkämpfer erreicht worden.

Herr der Ringe - Die Eroberung
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Markus Grunow am 28 Jan 2009 @ 17:13
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