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Ascension to the Throne - Der Weg der Kriegerin: Review

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Auch bei den Quests steht Abwechslung im Vordergrund. So treibt ihr eine unglückliche Liebschaft voran, befreit einen Hexenmeister von einem Durchfallproblem, sucht die verschwundene Frau eines Heilers oder besorgt einer Söldnergruppe einen Schmied. Dass hier viel Lauferei vorprogrammiert ist, dürfte klar sein. Da Eneya aber einen recht zügigen Laufschritt an den Tag legt und vielerorts Portale herumstehen, die euch schnell von A nach B bringen, ist das alles halb so wild.

Heldin der Macht und Magie

Nur ganz selten rennt ihr unvermittelt und ungewollt in eine Schlacht hinein, denn die meisten Gegnergruppen stehen sichtbar und durch einen Feuerkreis umgeben in der Gegend herum. Und selbst wenn ihr versehentlich mal den Feuerkreis passiert, erscheint erst mal ein Fenster, das Aufschluss über die feindliche Armeestärke gibt. Auf Wunsch könnt ihr das bevorstehende Gefecht dann noch abbrechen. Falls nicht, wird automatisch ein Spielstand angelegt und in den Kampfmodus gewechselt. Ein abgegrenztes 3D-Gebiet im Stile von Heroes of Might & Magic erscheint, wo dann rundenbasiert die Schlacht ausgetragen wird. Das Ganze geht relativ unübersichtlich vonstatten, da selbst die weiteste Zoomstufe oft nicht den kompletten Überblick über das Schlachtfeld garantiert.

Ungewöhnlich erscheint Genrekennern zunächst die Abstinenz von Aktionspunkten. Stattdessen hat jede Einheit, Heldin inklusive, nur eine Aktion pro Zug zur Verfügung. Ob sie ein Feld vorläuft oder eine ganze Gruppe niedermetzelt, spielt dabei keine Rolle. Dieses merkwürdige Konzept macht bei genauerem Hinsehen durchaus Sinn und bietet eine taktischere Spieltiefe, als man annehmen könnte. So bestimmt etwa der Schnelligkeitswert einer Einheit, wann sie zum Zug kommt. Hat der Feind viele lahme Truppen, Eneya hingegen hauptsächlich flinke, dürft ihr viele Züge hintereinander tätigen. Dies kann im Zusammenhang mit Zauberwirkungen natürlich schnell über Sieg und Niederlage entscheiden. Unfair ist aber die Tatsache, dass im Falle von Eneyas Tod das Spiel vorbei ist, eine Schlacht bei Eliminierung eines feindlichen Obermotzes aber weitergeht, bis alle Widersacher erledigt wurden.

Pfui!

Überhaupt sorgen einige Designschwächen für einen teils saftigen Schwierigkeitsgrad. Es kommt vor, dass ihr ohne Vorwarnung in eine Skriptsequenz hineinrennt, der im schlimmsten Fall bis zu drei Gefechte hintereinander folgen können. Zwar wird auch in diesem Fall vom Programm ein Speicherstand angelegt, doch nützt das wenig, wenn ihr zu dem Zeitpunkt eine klägliche Einheitenmenge mit euch führt. Ein Rückzug ist nämlich generell nicht möglich, also hilft nur das Laden eines früheren Spielstandes, sofern denn einer vorhanden ist. In unserer Testphase waren wir in der fiesen Situation, dass wir eine ganze Stunde wiederholen mussten, weil wir speicherfaul waren. Es hätte aber schlimmer kommen können. Es gibt sicher genug Leute, die sich blind auf das automatische Speichersystem verlassen und in obiger Situation dann wohl komplett von vorne beginnen müssten.

Ascension to the Throne - Der Weg der Kriegerin
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Daniel Boll am 16 Mai 2008 @ 20:59
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