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Battlestations - Pacific: Review

  Personal Computer XBOX 360 

Es macht schon einiges her, wenn Flugzeuge qualmend oder in brennenden Einzelteilen gen Erdboden rasen. Besonders beeindruckend sind auch Artillerieangriffe bei Nacht auf feindliche Kreuzer. Da bumst es gewaltig aus euren Kanonenrohren und wenig später seht ihr die Geschosse via Fernglas auf dem gegnerischen Deck einschlagen. Sendemasten knicken ab, Munitionslager explodieren und Brände erhellen kurzzeitig die Umgebung. Der Schiffshüllenbalken des Widersachers nimmt auch nach dem Beschuss weiter sichtlich ab. Ein Zeichen, dass das Schiff leckgeschlagen ist und sinkt. Ja, in solchen Momenten fühlen sich auch die Shooter-Fans unter euch wie zu Hause, versprochen! Fehlt bei Landungstruppen eigentlich nur noch die Möglichkeit, selbst in die Haut eines Soldaten schlüpfen und die Insel in Ego-Shooter-Manier einnehmen zu können. Aber das ist vielleicht eine Idee für einen dritten Teil?

Strategen werden generell die Koordinierung der Flottenteile begrüssen. Auf Wunsch geht das über eine taktische Vollbildkarte - oder ihr erteilt Offensiv-, Defensiv-, Angriffs- und Formationsbefehle über ein Ringmenü. Meist ist auf Flügelmänner und andere KI-gesteuerte Kameraden auch Verlass, allerdings kann manch eine Mission doch arg in Hektik ausarten. Da wäre etwa ein US-Einsatz, wo ihr - wohlgemerkt gleichzeitig - einen Festlandkonvoi verteidigen und dafür Sorge tragen müsst, dass kilometerweit entfernte Transportschiffe heil in einen Hafen gelangen. Da bleiben euch mehrere Anlaufversuche kaum erspart, denn geht eines der beiden Primärziele daneben, ist das Spiel vorbei. An festgelegten Kontrollpunkten dürft ihr dann erneut in die Schlacht einsteigen, sofern eure Situation dann nicht eh schon auswegslos war und ein kompletter Neubeginn der Mission sinnvoller wäre.

Konvoi verteidigen und feindliche Kanonenboote von den Transportschiffen fernhalten - das ist noch nicht mal alles. Gleichzeitig müsst ihr nämlich für beständigen Truppennachschub sorgen, was über den sogenannten Supportmanager geschieht. In dem Menü gebt ihr neue Flugzeuge und Schiffe in Auftrag, könnt sogar für jedes Kriegsgerät die Bewaffnung individuell einstellen. Nach kurzer Herstellungszeit nehmen die neuen Vehikel automatisch am Gefecht teil und können natürlich auch von euch gesteuert werden. Bei all der Hektik soll dann übrigens auch noch Zeit für Sekundär- und Geheimaufträge bleiben, mit denen ihr modernere Schiffs- und Flugzeugtypen freischalten könnt, die euch dann in kommenden Missionen zur Verfügung stehen.

Die optische Präsentation macht der Materialschlacht übrigens alle Ehre. Das virtuelle Meer ist eine Wucht, die Schiffsmodelle mit ihren feinen Details und den kleinen, fleissigen Mannschaften an Deck ein Hingucker. Von den Explosionen und Schadensmodellen haben wir ja schon weiter oben geschwärmt - und noch nie seid ihr mit Flugzeugen in schönere Wolkengebilde abgetaucht. Also technisch hat sich Battlestations: Pacific wirklich kaum etwas vorzuwerfen. Auf der Xbox 360 sind allerdings stellenweise leichte Slowdowns und abgehackt wirkende Wasseranimationen zu beobachten. Auch stören auf der Konsole die langen Ladezeiten beträchtlich. Auf dem PC fühlt sich alles einfach einen Tacken schneller und flüssiger an, was wohl auch an der optional hinzuschaltbaren VSync-Funktion liegt, die der Xbox 360 leider fehlt. Wer aber einmal Pearl Harbor bei Sonnenaufgang gesehen hat, wird solche technischen Patzer schnell verzeihen können.

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Daniel Boll am 06 Jun 2009 @ 15:01
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