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Call of Duty - World at War: Review

  Personal Computer Playstation 3 XBOX 360 

Da das gesamte Gebäude sofort in Flammen aufgeht, rennt ihr durch enge Flure, lasst löchrige Treppen hinter euch und weicht hinunterfallenden Objekten aus. Der Puls erhöht sich schlagartig und das Katz- und Mausspiel treibt euch Schweissperlen auf die Stirn. Zum Glück geht es aber nicht immer so dramatisch zur Sache. Ihr spürt zwar immer ein beklemmendes Gefühl, dürft aber auch mit euren Kameraden so richtig die Waffen sprechen lassen. Ausserdem führt ihr umbarmherzige Strassenschlachten gegen die Deutschen, wo kein Stein auf dem Anderen bleibt und erlebt Häuserkämpfe, die es an Intensität erst einmal zu schlagen gilt. Apropos Intensität: Während der Kampagne werdet ihr andauernd Momente erleben, die euch den Atem rauben werden. Mal knipst ihr mit eurem Scharfschützengewehr feindliche Patrouillen aus, ein anderes Mal marschiert ihr hinter einem Flammenwerfer-Panzer her und räuchert ganze Bunker aus. An der eigentlichen Ego-Shooter-Formel hat sich aber nichts geändert.

Euer Hauptdarsteller kann zwei Schusswaffen gleichzeitig tragen sowie Handgranaten oder Molotow-Cocktails mit sich führen. Immer mehr Spiele, vor allem in der Ego-Shooter-Sparte, lassen den Protagonisten ohne Lebensbalken auskommen. Auch in Call of Duty: World at War wurde auf diesen verzichtet. Werdet ihr getroffen, färbt sich der Bildschirm rot. Fangt ihr euch zu viel Blei ein, dann geht einfach ein wenig in Deckung, lasst ein wenig Zeit verrinnen und ihr seid wieder auf der Höhe. Da auch die Widersacher an ihrem Leben hängen, müsst ihr euch auf knackige Schusswechsel einstellen. Des Weiteren versuchen die virtuellen Gegner euch zu flankieren oder mit gezielten Granatwürfen das Leben schwer zu machen.

Wie aus Kriegspielen bekannt ist, dürft ihr euch auch hinter das Steuer von Fahrzeugen setzen. Dieses Mal setzt ihr euch auf Seiten der Amerikaner hinter das Geschütz eines schweren Bombers und müsst eure Zielsicherheit über den Wolken und auf dem Wasser unter Beweis stellen. So müsst ihr zuerst die Handelsflotte der Japaner auseinandernehmen und anschliessend Matrosen aus dem Wasser fischen und weitere Schiffe und Zeros wegpusten. Auf Seiten der Russen sitzt ihr in einem Panzer und seid auf der Jagd nach feindlichen, flüchtenden Panzerverbänden. Mit dem montierten MG schaltet ihr Panzerfaustschützen aus und mit den durchschlagskräftigen Kanonen sprengt ihr gegnerische Panzer ohne Probleme in die Luft.

In Sachen Waffen bekommt ihr das geboten, was es in der damaligen Zeit gab. Zu Schrotflinten, Standard-Pistolen und handelsüblichen Granaten gesellen sich Maschinengewehre, Scharfschützengewehre und Panzerfäuste. Die einzige Neuerung ist der Flammenwerfer, mit dem ihr ganze MG-Nester im Nu auslöscht. Zu heftiger Gebrauch kann aber auch ungeniert tödlich enden. Wenn ihr zu wild ans Werk geht und euch womöglich in der Flammenhölle einschliesst, kann es durchaus passieren, dass ihr angekokelt werdet - überaus schmerzhaft! Des Weiteren könnt ihr einzelne Gegner hinterlistig mit eurem Messer bearbeiten. Dadurch spart ihr nicht nur Munition, sondern agiert auch still und leise.

Trotz des neuen Flammenwerfers und des deutlich stärkeren Messers werdet ihr das Gefühl nicht los, dass ihr das alles schon einmal gesehen habt. Es gibt halt einfach schon zu viele Titel, die in diesem Szenario angesiedelt sind. Dennoch wird euch die eher kurze Kampagne gute acht Stunden mit einem intensiven Spielerlebnis fesseln. Wenig Neuerungen hin und her, Call of Duty: World at War ist und bleibt einer der atmosphärischsten Vertreter in diesem Genre, die es für Geld zu kaufen gibt!

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Daniel Hanin am 05 Dez 2008 @ 12:57
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