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NFL Tour: Review
Das eigentliche Herzstück ist der Tour-Modus. Hier könnt ihr euch einen Spieler erstellen, den ihr minimal anpassen dürft. Ein Gesicht, dezente Änderungen am Oberkörper, Namen und ein paar Talentwerte. Ansonsten springt ihr lediglich von einem Match ins Andere. Die meisten Spiele sehen dabei so aus, dass die Mannschaft mit den meisten Punkten nach zwei Halbzeiten gewonnen hat. Gelegentlich gibt es aber auch Veranstaltungen, in denen das Team gewinnt, welches zuerst eine vorgegebene Zahl von Punkten erreichen konnte. Klingt minimalistisch? Ist es auch!
Zumal auch auf dem Feld nicht mehr so viel abgeht wie früher. Im Modus "Sieben gegen Sieben" treffen zwei Teams aufeinander. Wie beim echten Football habt ihr jeweils vier Versuche, um zehn Yards zu überbrücken. Es gibt keine Field Goals, genauso wie es keine Kicks und Punts gibt. Zu Beginn des Spiels oder nach einem Touchdown wird der Ball einfach vom Quarterback in die Hälfte des Gegners geworfen. Als Tricks könnt ihr nur noch die altbekannten Wandsprünge machen, durch die ihr beispielsweise Gegner austricksen könnt. Andere besondere Spezialmanöver fehlen. Stattdessen haben die Entwickler eine durchaus nett gemeinte Reaktionskomponente eingebaut. Sollte euch ein Gegner nur leicht erwischen oder euch aus der Balance bringen, könnt ihr euch durch Drücken der richtigen Taste wieder fangen und weiterlaufen. Auch das Passen wurde für NFL Tour deutlich vereinfacht. Ihr habt ohnehin nicht allzu viele Spielzüge, doch bei denen, wo es um Pässe geht, müsst ihr euch nicht einmal mehr mit vielen Tasten herumschlagen. Mit einer Taste werft ihr automatisch den Ball. Falls ihr den Empfänger wechseln wollt, müsst ihr vorher mit einer anderen Taste den Receiver ändern. Wem das nicht gefällt, der kann in den Optionen wieder die klassische Variante aktivieren.
Spielerisch ist es sowieso egal, denn die Spielzüge könnt ihr ganz nach Belieben durchprobieren. Habt ihr etwas für euch gefunden, geht einfach so oft damit vor, wie ihr möchtet. Die gegnerische Defense stellt sich nicht wirklich darauf ein, so dass die Nummer auch beim achten, neunten oder zehnten Mal noch funktionieren kann. Es gibt auf der 360 sogar einen Erfolg, wenn ihr viermal hintereinander denselben Spielzug verwendet. Im Gegenzug habt ihr in der Verteidigung manchmal echte Probleme, wenn der Computer zum fünften Mal hintereinander einen Tackle durchbricht. Das lässt sich zwar mit etwas Übung vermeiden, doch besonders zu Beginn kann das tierisch nerven.
So richtig gruselig wird es jedoch erst bei den Kommentatoren. Wer ein Beispiel für die Verschwendung von Ressourcen sucht, ist bei NFL Tour bestens aufgehoben. Immerhin ist ein Team von ESPN am Werk. Was die armen Kerle jedoch an Text vorgesetzt bekommen haben, ist an Einfallslosigkeit kaum zu überbieten. Besonders auf Dauer gesehen. Anfangs ist es noch witzig, dass sich das Moderatorenteam über oft wiederholte Sätze aus Videospielen lustig machen. Dabei treibt es das Spiel jedoch so sehr auf die Spitze, dass ihr selber schon nach kürzester Zeit so oft dieselben Witze gehört habt, dass ihr den Kommentar einfach ignorieren möchtet. |
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