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NHL 2K8: Review
Insgesamt ist das spielerische Erlebnis dynamischer und spektakulärer, trotz der aufgrund der Steuerungsprobleme häufigen Puckverluste im Zweikampf, sowie der vielen Fehlpässe. Früher war die Serie mehr Simulation, denn einstiegsfreundliches Arcade-Gefühl. Nun ist es weder für Anfänger interessant noch für die Spieler, die ein möglichst realistisches Eishockey sehen möchten. Trotz der Schieberegler empfanden wir die Sprintoptionen und Checkmöglichkeiten als zu mächtig, hier wurde eindeutig zu viel an der Schraube gedreht.
Immerhin hat sich hinsichtlich des Umfangs nichts zum Negativen hin verändert. Das Herzstück des Spiels bleibt der Franchise-Modus, in dem ihr nicht nur als Trainer, sondern gleichzeitig auch als General Manager eures Teams gefordert seid. Ihr kümmert euch um Vertragsverhandlungen und die Finanzen, erstellt den Trainingsplan und sucht neue talentierte Spieler, die euren Verein langfristig nach vorne bringen sollen.
Zu beachten ist hier vor allem, dass ihr eure Sportler auf keinen Fall zu stark belasten solltet, da diese sonst rasch ausgelaugt sind. Sehr wichtig ist zudem die Zusammenstellung der Reihen, bei der ihr die verschiedenen Spielertypen berücksichtigen müsst. Wem das alles zu kompliziert ist, der kann auch ganz einfach einen erfahrenen Trainer engagieren, der einem die Arbeit wesentlich erleichtert. Insbesondere unerfahrenen und ungeduldigen Spielern, die sich nicht immer durch die vielen, teilweise doch recht unübersichtlichen und nervösen Menüs klicken wollen, ist dies zu empfehlen.
Bereits der Vorgänger konnte in technischer Hinsicht den Rückstand auf den Konkurrenten drastisch verkürzen. Die Entwickler haben es nun aber auch geschafft, den Titel für die Xbox 360 zu optimieren, was den Möglichkeiten der Konsole auch gerecht wird. Ansehnlich gestaltete Zwischensequenzen, erheblich schönere und realistischere Spielermodelle sowie die überzeugenden Animationen lassen das Geschehen auf dem Eis endlich auch in technischer Hinsicht zu einem erstklassigen Erlebnis werden. Nach wie vor schwach sind jedoch die Zuschauer im Hintergrund, was jedoch eher in den Wiederholungen auffällt als im tatsächlichen Spielverlauf. Verbessert wurde auch die Akustik in den Hallen. Zuschauer grölen und jubeln endlich passend zum Spielstand und den beteiligten Teams. Und es wurden ihnen die passenden Fanrufe verpasst.
Doch trotz dieser Verbesserungen im technischen Bereich wird das Spiel besonders Online-Spieler enttäuschen. Denn durch den verstärkten Fokus auf das dynamischere Gameplay - was bereits im letzten Jahr schon heftig war, aber noch als realistisch bezeichnet werden konnte - machen die Duelle mit menschlichen Gegnern kaum Spass. Da fliegen die Körper nur so durch die Gegend, massive Checkorgien sind der Fall. Einige lustige Gesellen lassen es derart krachen im Multiplayer-Modus, dass sie mit über 100 Checks aus dem Spiel gehen. Ein durchschnittliches NHL-Spiel wird euch gerade mal eine Handvoll derart mächtiger Körpereinsätze bieten, und nur selten kommt es zu 20 Checks oder knapp mehr. Besonders auffällig ist daher die Fehlentwicklung in diesem Bereich.
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