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Alarm für Cobra 11 - Nitro: Review
Na, das mit dem Timing üben wir noch ein wenig, liebe Entwickler. Die erneute Lizenzversoftung der RTL-Serie Alarm für Cobra 11 erscheint nämlich im Handel, während die neue Staffel der Action-Serie fast beendet ist. Sei?s drum. Zum mittlerweile vierten Mal erscheint unter dem Label von RTL Enterprises ein Spiel zur Serie, in dem der Spieler ein weiteres Mal auf die Jagd nach Autoschiebern, Mördern und Erpressern geht. Das alles geschieht, wie in der Serie, auf und neben deutschen Autobahnen und ist eigentlich die ideale Voraussetzung für ein zünftiges Action-Rennspiel.
Aller guten Dinge sind... ähem... öh...?Um der Serie endlich ein würdiges PC-Spiel zu servieren, hat man in diesem Jahr die Rennspiel-Profis von Synetic mit der Versoftung der Lizenz beauftragt. Die deutschen Entwickler haben immerhin mit N.I.C.E. 2 und World Racing bewiesen, dass sie mit Autos umgehen können. Entsprechend gut sieht Cobra 11: Nitro auch aus. Das Spiel basiert nämlich auf der Grafikengine von World Racing 2. Das sorgt auf der digitalen Autobahn für eine hohe Weitsicht, eine konstante Framerate und schick modellierte Fahrzeuge. Hinzu kommt die seit der Preview-Version nochmals überarbeitete Steuerung. Et voilà, dem kurzweiligen Racing-Spass auf der Autobahn stünde eigentlich nichts mehr im Wege.
Insgesamt drei sehr grosse und weitläufige Levels haben die Entwickler für das Spiel gestaltet. Zum einen wäre da ein sehr langer Autobahnabschnitt mit Parkplätzen, Brücken, Autohöfen und Baustellen. Dank authentischer Beschilderung kommt erstklassiges A3-Feeling auf. Szenario Nummer Zwei ist ein abseits der Autobahn liegendes Netz von verzweigten Landstrassen mit tückischen Kurven, sichthindernden Kuppen und dichtem Wald. Gelegentlich geht es sogar durch eine kleine Ortschaft, wo dann Mülltonnen oder gar die Einrichtung ganzer Strassencafés dank ordentlicher Physikengine nach dem Zusammenprall mit einem Fahrzeug durch die Gegend purzeln. Zu guter Letzt verschlägt es die digitalen Cobra-Cops auch mehrmals in eine vielbefahrene Grossstadt, die ganz vage dem Stadtbild von Köln nachempfunden ist. Hier stört lediglich die für eine Grossstadt etwas kleinstädtisch wirkende Optik sowie die zahlreichen Fussgänger-Dummies abseits der Strasse, die bei Kollision mit einem Auto einfach umklappen.
Blaulicht an und ab dafür!Von den drei Levels hättet ihr nicht viel, wenn die beiden Seriencops nichts zu tun hätten. Um dem entgegen zu wirken, gilt es insgesamt fünfundzwanzig Solo-Missionen, unterteilt in fünf Beamten-Dienstgrade, zu bewältigen. Grosses Manko des Missions-Aufgebotes sind die fehlenden Zwischensequenzen. Die einzelnen Missionen sind grösstenteils ohne jeglichen Zusammenhang aneinandergereiht und ergeben somit noch weniger Sinn als das Drehbuch einer TV-Episode. Lediglich recht trockene Textbriefings weisen Euch grob in das ein, was es in der folgenden Mission zu tun gibt. Erst zum Ende der über zwei Dutzend Missionen erwartet euch ein Ingame-Filmchen mit spektakulären Crashs von der digitalen 3D-Autobahn. Schön, aber etwas enttäuschend. Auch die beiden Bonus-Missionen, die ihr mit einem Seat Leon, dem einzigen Lizenzauto im Spiel, bewältigen dürft, sind nicht der Rede wert.
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 Tobias Kuehnlein
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