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PES 2009: Preview

  Personal Computer Playstation 3 XBOX 360 


Bei den Torhütern müssen wir wohl die finale Version abwarten, um deren Verhalten ernsthaft abschätzen zu können. In den gespielten Matches machten die Keeper noch einen durchwachsenen Eindruck. Einerseits parieren sie Fernschüsse nun mehr zur Seite als nach vorne. Sie sind aber in den kurzen Ecken oftmals sehr unaufmerksam und fangen sich so einfache Tore ein. Bei Eckbällen wiederum fliegen sie nun nicht mehr so oft am Ball vorbei, sondern begraben die Kugel nach spektakulären Flugeinlagen unter sich. Fragwürdig ist das Verhalten in den Eins-zu-eins-Situationen. In den unteren Schwierigkeitsgraden bleiben sie regelrecht auf der Linie kleben, selbst aus drei Metern kann man den Ball ins Tor schieben, ohne dass der Tormann sich auch nur einen Dezimeter auf den Stürmer zubewegt.

Besser ist das KI-Verhalten zwar schon ab dem Profimodus, doch hier ist noch Optimierungsarbeit notwendig, um nicht zu viele einfache Tore zu ermöglichen. Immerhin ist uns bislang kein direkter Eckentreffer gelungen, was beim Vorgänger Pro Evolution Soccer 2008 ja denkbar einfach ist. Entschärft haben die Entwickler augenscheinlich auch die Sprinttaste. Nur wirkliche Sprintstars können sich mal problemlos von ihren Manndeckern lösen und auf das Tor zujagen. Durchschnittliche Kicker werden rasch eingeholt und attackiert. Es reicht also nicht mehr, sich den Ball auf den Flügel zu legen und Gas zu geben. Die Bewachung der Stürmer im Zentrum ist bei den Flankenläufen jedoch nach wie vor schwach, zu häufig stehen die Jungs gänzlich frei und können locker einschieben.

Von den Fans vehement gefordert und von Konami umgesetzt ist die alte Sichtweise bei den Elfmetern im Spiel. Endlich kann man wieder frontal auf das Tor sehen und den Torwart entsprechend leichter steuern. Es war aber auch grausam, aus der Froschperspektive den eigenen Keeper in die Ecke zu befördern, um den Elfmeter parieren zu können. Bei den sonstigen Standardsituationen gibt es kaum Veränderungen zu sehen. Lediglich bei den Einwürfen stehen die Abwehrspieler nun meistens enger beim Mann, das ist grundsätzlich zu begrüssen, allerdings sehen diese Situationen dann auch immer gleich aus. Lange Einwürfe sind jetzt eher selten eine gute Wahl.

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Markus Grunow am 20 Aug 2008 @ 19:24
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