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Darksiders - Wrath of War: First Look
Sehr viel besser können da die Bosskämpfe gefallen, die in Arenen stattfinden. Knackig und hart geht es da zuweilen zu. Bis man die richtige Taktik herausgefunden hat, kann man bereits einige Male am Boden gelegen und vom letzten Speicherpunkt erneut ins Geschehen eingegriffen haben. Die oftmals sehr grossen Kolosse füllen den halben Bildschirm und sind entgegen dem allgemeinen Trend nicht per Quick-Time-Event zu besiegen. Erledigt man die fiesen Brocken, bekommt man als Belohnung einen kleinen Teil seiner einst so mächtigen Kräfte zurück. Dann gleitet man auf Flügeln zur nächsten Plattform oder erhält mehr Schaden im Nahkampf. Die Fähigkeiten werden aber auch dazu genutzt, um Gelegenheit zu geben, bislang unüberwindbare Barrieren hinter sich zu lassen.
Gelegentlich knobelt man sich sogar den Weg in leichter Tomb Raider-Manier aus. Schalter wollen ausgelöst, Schatztruhen gefunden, Statuen verschoben und Kletter- sowie Sprungeinlagen absolviert werden. Da rücken zeitweilig die Kämpfe sogar leicht in den Hintergrund. Aber Achtung: Ähnlich leicht wie Laras Abenteuer geht es hier stellenweise nicht zu, denn aufgrund manch fehlender Hinweise rennt man möglicherweise gleich mehrfach an einem interaktiven Schauplatz vorbei. So mussten wir uns in einem Level von einem Kollegen helfen lassen, weil wir die verschiebbare Statue nicht erkannt hatten und somit nicht weiterkamen. Bitte nicht falsch verstehen, wir wollen keine Hinweisschilder der Marke "Hier entlang", aber kleine Tipps wären dennoch nett.
Grafisch haben uns die Gegenden, die wir in der längeren Anspiel-Session zu sehen bekamen, sehr beeindruckt. Die düster wirkenden Abschnitte wurden tadellos in Szene gesetzt und auch die Gegner sind erstklassig gestaltet und sorgen mit ihren herrlich schrägen Angriffsmustern für aufregende Momente im Spiel. Sicher, mitunter kommt man mit dem einen Angriffs-Button gut zurecht, aber es macht sehr viel mehr Spass, die nach und nach breitere Palette an Optionen auch zu nutzen.
Leider konnten wir uns in London noch nicht auf das feuerschnaubende Pferd des Protagonisten setzen. Die Entwickler arbeiten offenbar noch am Feinschliff, die Steuerung ist hier wohl noch nicht zur Zufriedenheit ausgelotet. Aber es ist ja auch noch Zeit bis zur Veröffentlichung. Und das, was wir bislang zu sehen bekamen, hat den Eindruck verstärkt, dass ein grosser Action-Adventure-Titel im kommenden Herbst in den Konsolen rotieren wird.
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