GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

Bravely Second - End Layer: Review

  Nintendo 3DS 

Intrigen! Verrat! Mord! Ein Königreich vor dem Abgrund und unerwartete Allianzen! Solltet ihr diese Mischung bisher nur aus Shakespeare-Dramen kennen, dann könnte euch Bravely Second: End Layer überraschen. Das Rollenspiel entfaltet auf dem Winzig-Display des 3DS eine Wucht, die mit "episch" gerade so passend beschrieben wäre.

Es war einmal ... eine grausige Zeit

Zwei Jahre sind seit den Ereignissen in Bravely Default vergangen. Zwei Jahre, in denen der Frieden zwischen Rebellen und dem Imperium nur allzu brüchig war, wie schon die Eröffnungssequenz des Nachfolgers beweist. Ins Heiligtum des neuen Königreichs eingefallen, rafft Kaiser Verheer die Leibgarde der Päpstin Agnès mit Leichtigkeit dahin, entführt die Gute und zieht sich in seine Himmelsfestung zurück. Zurück bleibt der junge, enthusiastische und leider auch sehr naive Yew Geneolgia, der kurzerhand beschließt, Agnès zu befreien. Töricht, wie sich alsbald herausstellt, denn weder weiß der Knilch, warum Kaiser Verheer die Päpstin entführte, noch was er mit ihr vorhat. Und die Invasion der Kaisertruppen lässt auch nicht lange auf sich warten. Yews Welt steht also kurz vor dem Abgrund, eine epische Reise mit gut und gerne 50 Stunden Umfang beginnt.

Bravely Second - End Layer

Bevor wir uns den spielerischen Aspekten widmen, gebührt den Entwicklern und Erzählern ein dickes Lob: Selbst wenn ihr den ersten Teil nie gespielt haben solltet, werdet ihr dank einer (sich beständig erweiternden) Enzyklopädie und diverser Rückblenden mit den Ereignissen der vergangenen Jahre vertraut gemacht. Der eine oder andere Charakter kehrt wieder und ist so leichter in den komplexen Kanon einzuordnen, aber auch ohne die Hintergrundkenntnisse funktioniert Bravely Second: End Layer hervorragend.

Klassisches Kampfsystem mit Überraschungen

Da wäre das gut durchdachte Kampfsystem, das oberflächlich als Aufwasch alter Rundenkämpfe à la Final Fantasy abgestempelt werden könnte. Klar, Retrocharme hat das flotte Zusammenklicken von Angriffen, Zaubern und Item-Nutzung, doch schon dem ersten richtig dicken Monsterbrocken ist damit kaum beizukommen. Das Ansparen von Angriffspunkten ("Default" genannt) und anschließende Entfesseln verheerender Angriffe ("Brave" im Sprech des Spiels) wird ähnlich gehandhabt wie im Original, kleinere Kniffe wie das "Verschulden" über Angriffspunkte erlauben weitere Taktiken, die aber gut abgewogen werden sollten. Schließlich könnte es sein, dass eines eurer verschuldeten Partymitglieder in der kritischen Phase eines Kampfes bewegungs- und handlungsunfähig ist. Dann rafft es dieses schnell dahin – es sei denn, ihr greift zur "Bravely Second", einem Kampfinstrument, welches die Aktionen der Gegner einfriert und euch ziehen lässt. Dieses Momentum füllt sich nur sehr langsam auf – alternativ könnt ihr über Mikrotransaktionen die Sekunden auffüllen. Hier sagen wir mal: Pfui! Denn Mikrotransaktionen haben in einem Vollpreistitel – zudem noch ein Rollenspiel – nichts zu suchen. Komplex? Absolut! Unverständlich? Nein, aber die Rundenkämpfe benötigen eine gewisse Einarbeitungszeit und Erfahrung, um mit all ihren Möglichkeiten und Facetten verstanden zu werden. Wenig innovativ, aber einem Trend folgend, lässt euch Bravely Second: End Layer ziemlich früh im Spiel die Wahl, ob ihr in Zufallskämpfe stolpern oder euch ganz der Erkundung der ausufernden Lande widmen möchtet.

Bravely Second - End Layer
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?

Daniel Wendorf

Daniel Wendorf am 09 Mrz 2016 @ 09:35
Kaufen
oczko1 Kommentar verfassen